Kinderbetreuung einer Tagesmutter in Wagenfeld

Persönliches Konzept

In der Arbeit mit den Kindern als Tagesmutter in Wagenfeld ist es mir wichtig, dass ein harmonischer, freundlicher und offener Umgang miteinander gewährleistet ist.

Dazu ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass alle Kinder gleich viel wert und etwas Besonderes sind. Jeder soll so akzeptiert werden, wie er ist, denn Ecken und Kanten hat jeder Mensch. 

Individualität ist ein wichtiges Merkmal in meiner Kinderbetreuung, denn weil jedes Kind anders ist und meine Gruppe mit maximal 5 Kindern überschaubar, habe ich die Möglichkeit, intensiv auf jedes Kind seinen Fähigkeiten entsprechend einzugehen, zu begleiten, zu fördern und zu fordern, ohne es zu überfordern.

In meiner Gruppe lernen die Kinder, aufeinander Acht zu geben, sich gegenseitig zu tolerieren und freundschaftlich miteinander umzugehen. Selbstverständlich altersgerecht angepasst, aber auf jeden Fall konsequent.

 

Kein Kind wird zu etwas gezwungen, jedoch muss es sich den Regeln in meinem Haus anpassen. Das bedeutet, dass ein Kind natürlich altersgerechte Begründungen für ein Verbot oder eine Regel bekommt, jedoch auch lernen muss, auf ein einfaches „Nein“ ohne jeglichen weiteren Kommentar zu hören. Manchmal reicht dazu die Zeit in einer schwierigen Situation einfach nicht aus.

Des Weiteren lernen die Kinder bei mir, sich selbst besser einzuschätzen und wahrzunehmen. 

Ich möchte die Kinder fördern, ohne sie zu überfordern.

Wichtig ist mir, dass Kinder Grenzen und Regeln bekommen, durch die Stabilität in ihren Alltag kommt.

Das empfinde ich als ebenso wichtig wie Liebe, Fürsorge und Geborgenheit, die ich ihnen entgegenbringe.


Feste Gewohnheiten im lockeren Alltag

Fast jedes Kind kommt zu einer anderen Zeit, allerdings bleibt der Zeitrahmen relativ klein. Es ist mir sehr wichtig, mit den Kindern gemeinsam zu essen. Deshalb vereinbare ich mit den Eltern, dass um 8 Uhr (bis dahin ist das letzte Kind da) das Frühstück bei mir stattfindet, worauf sich inzwischen alle Kinder freuen. 

Alle lernen, altersgerecht sitzenzubleiben, bis die anderen ebenfalls fertig sind.

Entsprechende Kinderstühle sind vorhanden.

Trinken gibt es grundsätzlich nicht während den Mahlzeiten, sondern jederzeit davor und danach. Wir alle haben einen festen Platz in der Küche, an dem getrunken wird, es wird nicht mit einem Becher, einer Trinkflasche oder ähnlichem in der Wohnung gelaufen. Gehen wir raus, haben die Becher auch dort ihren festen Platz.

Außer Wasser gibt es bei uns nur ab und zu Milch zu trinken, da viele Kinder aber sehr viel Milch trinken und auf Grund dessen nichts mehr essen mögen, schränke ich das sehr ein.

Nach dem Frühstück kommt erst einmal ein freies Spiel nach den Wünschen der Kinder, evtl. Anregungen von mir.

Gegen halb 10 werden alle Windeln einmal gewechselt, sofern nicht vorher schon einmal die Hose voll war, danach geht es nach draußen. Gegen halb 12 gehen wir wieder rein,  und inzwischen ist es fester Bestandteil des Tages geworden, dass die Kinder zu diesem Zeitpunkt einen kleinen Keks bekommen. 

Jetzt steht noch einmal freies Spiel, manchmal noch kurz Windeln wechseln, auf dem Programm, bis um 12 Uhr die ersten Kinder abgeholt werden.

Nun müssen sich die noch anwesenden Kinder selbst beschäftigen, während ich das Mittagessen mache. Da hier jeden Tag frisch gekocht wird, bleibt das nicht aus.

Ich lehne Fertiggerichte ab und bereite unsere Mahlzeiten täglich frisch zu, jedoch bin ich auch dagegen, Reste sofort in den Müll zu werfen. Wenn also an einem Tag noch Reste übrig bleiben, werden sie am nächsten Tag erst mit verwertet.

Kinder, die nach dem Mittagessen einen Mittagsschlaf abhalten müssen oder sollen, werden nun in dem Wohnzimmer in Reisebetten untergebracht.

Für die anderen Kinder ist so lange der Aufenthalt im Spielzimmer angesagt, damit der Geräuschpegel möglichst gering gehalten wird.

Es hat mehrere Gründe, weshalb ich die Schlafkinder nicht oben in den Schlafräumen unterbringe:

Zum einen möchte ich die übrigen Kinder nicht so lange unbeaufsichtigt unten alleine lassen (das ein oder andere Kind benötigt doch mal etwas länger zum Einschlafen), und zum anderen habe ich eine angeborene Hörschädigung. Durch diese würde ich es mir auch mit einem Babyphon nicht zuverlässig zutrauen, ein Kind zu hören, das oben wach wird, während ich unten mit den anderen Kindern beschäftigt bin. Unten kann ich jederzeit nachsehen gehen, ohne die anderen Kinder zu vernachlässigen.

Nach dem Aufstehen gibt es noch einmal etwas Obst oder Joghurt, oft backe ich auch einen Kuchen, den die Kinder ebenfalls gerne essen.

Nach und nach werden dann alle Kinder abgeholt.

 


Medikamente

Muss ein Kind Medikamente bekommen, benötige ich diese Vorgaben schriftlich. 

Eigenmächtig werde ich keinerlei Medikamente geben.

 

Liegt eine Allergie bei einem Kind vor, möchte ich Notfallmedizin immer im Haus haben und eine genaue Beschreibung der Allergie.


Eingewöhnung

Gute Erfahrungen habe ich mit einer langfristigen Eingewöhnung gemacht.

Je eher die Eltern wissen, dass ein Kind in Betreuung gegeben werden soll, desto besser kann die Eingewöhnung stattfinden.

Sobald das Kind angemeldet wurde, bitte ich es mitsamt einem Elternteil (beide dürfen gerne auch kommen, eines ist jedoch Pflicht), mindestens einmal die Woche für einen Vormittag zu mir zu kommen. Dies darf gerne mindestens 4 Monate vor Betreuungsbeginn starten!

Ca. 5 Wochen vor regulärem Betreuungsbeginn wird der Umfang dann auf 2 Vormittage erweitert, 3 Wochen vorher auf 3 Tage und 2 Wochen vorher wird getestet, wie das Kind sich verhält, wenn das Elternteil kurzzeitig für ca. 15 Minuten das Haus verlässt. Klappt das gut, wird kontinuierlich gesteigert, bis die volle Zeit der Betreuung erreicht ist.

Mir ist bewusst, dass es von den Eltern viel verlangt ist, über einen solch langen Zeitraum eine Eingewöhnung zu praktizieren, jedoch profitiert hier am meisten das abzugebende Kind. Aus diesem Grund stelle ich meine Zeit der Eingewöhnung grundsätzlich nicht in Rechnung.


Zusammenarbeit mit den Eltern

Eine gut funktionierende Zusammenarbeit mit den Eltern ist besonders wichtig für eine gute Arbeit mit dem Kind.

Wenn Meinungsverschiedenheiten, Streit oder auch nur eine Antipathie zwischen Tagesmutter und Elternteil herrscht, dann überträgt sich das unweigerlich auf das Kind und macht ein unbeschwertes Zusammenspiel zwischen Tagesmutter und Tageskind quasi unmöglich.

Um dies von vornherein zu vermeiden, bitte ich um absolute Ehrlichkeit und regelmäßigen Austausch über alle relevanten Belange des Kindes, also auch schwierige Situationen für das Kind. Somit kann ich besser auf das Kind eingehen.

Eine Schweigepflicht existiert in beide Richtungen, so dass hier niemand Angst haben muss, dass persönliche Belange ausgeplaudert werden.

Wem ein Gesprächsaustausch während der Bring-und Holzeiten zu hektisch ist, kann jederzeit einen Termin zu einem Gespräch vereinbaren.

Die meisten Eltern machen dies erfahrungsgemäß spontan bei einem Kaffee nach Bedarf und nicht nach Plan alle xx Wochen, daher stelle ich keinen festen Plan dafür auf.

Andersherum sage ich sofort Bescheid, falls mir irgendetwas auffällt.


Kooperation mit dem Jugendamt

Wer als Kindertagespflegeperson, kurz gesagt als Tagesmutter, in Wagenfeld arbeiten möchte, der muss sich der Kontrolle des Landkreises Diepholz, Fachdienst Jugend, unterstellen. 

Der Fachdienst Jugend prüft, ob man überhaupt geeignet ist, diesen Beruf auszuüben und im positiven Fall stellt sie eine Pflegeerlaubnis aus. 

Mit dieser Pflegeerlaubnis wird nicht nur festgelegt, dass man als Tagesmutter arbeiten darf, sondern auch, wie viele Kinder man betreuen darf und wo diese Betreuung stattfinden soll.

Eine einmal ausgestellte Pflegeerlaubnis ist gültig für 5 Jahre und muss daher regelmäßig erneuert werden, wenn man den Beruf weiterhin ausüben möchte.

Mindestens einmal im Jahr erfolgt ein Kontrollbesuch vom Fachdienst Jugend.

In meinem Fall bedeutet dies, dass ich seit September 2004 mit dem Jugendamt gut zusammenarbeite.